Beschreibungslogiken (description logics)


Beschreibungslogiken (auf engl. description logics) sind eine Modellierungssprache zur formalen Wissensspezifikation. Im Zusammenhang mit Ontologien und dem Semantic Web rücken sie immer weiter in den Fokus. Dabei umschreibt der Begriff Beschreibungslogik eine ganze Familie von Logiken. Diese unterscheiden sich in der Menge der Konstruktoren, also wie mächtig sie in ihrem Ausdruck sind. Bekannte Konstruktoren sind beispielsweise die Konjunktion, die Negation oder auch die Disjunktion. Weiter existiert der Existenzquantor (∃), der Allquantor (∀) sowie die Konzeptbeziehungen: Inklusion (Inklusion) und Gleichheit (≡).

Die Beschreibungslogik umfasst Eigenschaften (Rollen), Individuen (konkrete Objekte/Instanzen) und Klassen (Konzepte).

Die Wissensbasis der Beschreibungslogik wird in zwei Bereiche unterteilt:

Beispiel eine Beschreibungslogik

Anbei ein Beispiel einer Beschreibungslogik die einen zweideutigen Begriff eindeutig definiert:

Flügel → Pianist spielt Flügel
     Flügel Inklusion ∃ wirdGespieltVon.Pianist

Flügel → Teil eines Tiers
     Flügel Inklusion ∃ istTeilVon.Tier

Quelle:


Zitat:



Edsger Wybe Dijkstra:

"Als es noch keine Computer gab, gab es auch das Programmieren als Problem nicht. Als es dann ein paar leistungsschwache Computer gab, wurde das Programmieren zu einem kleinen Problem und nun, wo wir leistungsstarke Computer haben, ist auch das Programmieren zu einem riesigen Problem angewachsen. In diesem Sinne hat die elektronische Industrie kein einziges Problem gelöst, sondern nur neue geschaffen." - The Humble Programmer, ACM Turing Lecture 1972